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Besinnliches

Herr, wir warten auf dein Kommen.
Manchmal tasten wir uns bang
durch die Tage unsres Lebens
wie durch einen dunklen Gang.

Mit diesen Worten beginnt Martin Gotthard Schneider eines seiner Adventslieder.
Wenn Sie diesen Gemeindebrief in Ihren Händen halten, werden bis in die Adventszeit hinein noch einige Tage im November ins Land ziehen.
Vielleicht „tasten wir uns“ in diesen Voradventstagen noch mehr „wie durch einen dunklen Gang“ als im Advent: Jeden Tag wird es etwas früher dunkel. Und auch etwas später hell. Blätter fallen von den Bäumen, es ist oftmals trist und kalt: Das Leben scheint abzusterben. Manchen Menschen gefällt diese Zeit, weil sie etwas Beschauliches an sich hat. Den anderen drückt sie dagegen auf das Gemüt und auf die Stimmung.
Wollten wir da nicht manchmal in die folgenden Zeilen des Liedes miteinstimmen?

Herr, wir warten auf dein Kommen
Wann bricht deiner Zukunft Schein –
Zukunft, die die Welt verändert –
in die Dunkelheit hinein?

Ich bin etwas nachdenklich geworden, als ich diese Worte gelesen habe.
Denn etwas von diesem „Schein“, von dem das Lied spricht und der etwas verändern kann, könnten wir in unserem Leben und in unserer Welt gut gebrauchen - oftmals am liebsten so schnell wie möglich. Und doch heißt es immer wieder - "warten“.
Aber in diesem „Warten“, von dem das Lied spricht, liegt eine tiefe Sehnsucht: Ein Hoffen auf den, der da kommt und der diese Welt und uns ändern will.
Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass  wir in den nächsten Tagen und Wochen Zeit finden, um uns auf diese Sehnsucht, diesen „Schein“ und das Kommen Jesu einzustimmen: Allein oder gemeinsam mit Anderen, in den Gruppen und Kreisen oder in der Familie. In Gottesdiensten, Andachten, vor dem Adventskranz oder bei einem Spaziergang unter freiem Himmel.

Oder mit den Worten von Martin Gotthard Schneider gesprochen:
Herr, wir warten auf dein Kommen.
Gib, dass jeder, wo er ist,
spüren mag schon hier und heute,
dass du, Herr, im Kommen bist.

Ihr Jonathan Hörger-Jebe